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Konservative vs. operative Behandlungsmethoden

Experteninterview mit Herrn Dr. med. Marc Ebner zum Thema „Konservative vs. operative Behandlungsmethoden“

In diesem Interview spreche ich mit Dr. med. Marc Ebner, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, in seiner Privatpraxis in Frankfurt. Unser Fokus liegt heute auf dem spannenden Thema der Entscheidungsprozesse zwischen konservativen und operativen Behandlungsmethoden in der Medizin. Hierbei teilt Dr. Ebner, der für seine umfassende Erfahrung und sein Engagement für maßgeschneiderte Behandlungsansätze bekannt ist, seine Perspektiven zu den beiden unterschiedlichen Therapieoptionen.

Elias Moreno (Patient)

Herr Dr. Ebner, in Ihren bisherigen Interviews haben Sie häufig die Vorteile moderner Diagnosemethoden und die Bedeutung individueller Behandlungsansätze hervorgehoben. Können Sie uns erklären, wie Sie bei einem Patienten zwischen konservativen und operativen Behandlungsmethoden entscheiden?

Gern. Zunächst möchte ich betonen, dass es durchaus bestimmte Diagnosen gibt, beispielsweise Frakturen in der Unfallchirurgie, die eine Operation unumgänglich machen. Im Bereich der Orthopädie hingegen werden aus meiner Sicht viel zu oft Operationen durchgeführt, die auch konservativ behandelbar wären.

In unserer Privatpraxis in Frankfurt lege ich einen besonderen Fokus auf die Wirbelsäule und arbeite dabei eng mit PD. Dr. Dr. med. Marcus Rickert zusammen. Derzeit ist er hauptsächlich in der konservativen Therapie tätig, insbesondere bei Rückenleiden, und führt kaum noch Operationen durch. Gerade bei Bandscheibenproblemen, wenn keine neurologischen Ausfälle wie Lähmungen oder Taubheitsgefühle vorliegen, empfehlen wir, zunächst die konservativen Behandlungsmethoden auszuschöpfen. Dies kann eine längere Zeit in Anspruch nehmen und beinhaltet Therapien wie Kortisonbehandlungen, Physiotherapie, manuelle Therapien und Stoßwellentherapie. Die Diagnose stützen wir dabei auf eine umfassende MRT-Diagnostik.

Mein Kollege Marcus und ich haben festgestellt, dass wir so einen Großteil der Operationen vermeiden konnten. Statistiken zeigen, dass es in Deutschland je nach Standort große Unterschiede in der Häufigkeit von Operationen gibt. Leider werden konservative Behandlungen von den Krankenkassen oft schlecht oder gar nicht vergütet und so greifen zahlreiche Ärzte zur „schnellen Lösung Operation“.

Eine Operation ist jedoch nicht immer die beste Option, besonders bei Wirbelsäulenproblemen. Es ist ein Irrglaube, dass nach einer Operation alles erledigt sei und alle Schmerzen der Vergangenheit angehören. Tatsächlich beginnt danach eine intensive, oft 6-8 Monate dauernde orthopädische Nachbehandlung.

Die Entscheidung zwischen einer konservativen und einer operativen Behandlung hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört eine spezifische Diagnose, die Überlegung, ob neurologische Symptome vorhanden sind und Ihren individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen als Patient. In unserer Privatpraxis in Frankfurt streben wir meist die konservative Behandlung an, um langfristig die beste Lebensqualität für Sie als Patienten zu sichern.

Sie erwähnten in einem Ihrer Interviews die Bedeutung nicht-invasiver Therapieoptionen wie Stoßwellentherapie und Akupunktur. Wie integrieren Sie diese Methoden in die Behandlung orthopädischer Erkrankungen?

In unserer Privatpraxis in Frankfurt messen wir nicht-invasiven Therapiemethoden wie der Stoßwellentherapie und der Akupunktur große Bedeutung bei. Diese Behandlungsformen sind integraler Bestandteil unseres ganzheitlichen Behandlungsansatzes, insbesondere bei orthopädischen Erkrankungen. Eine präzise Diagnostik ist dabei der Schlüssel zu einer erfolgreichen konservativen Behandlung. Dafür nutzen wir fortschrittliche bildgebende Verfahren. Verstehen Sie mich nicht falsch, wir haben die operative Lösung als „letzte Option“ stets im Hinterkopf. Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch zuerst einmal auf nicht-invasiven Behandlungen.

Die Stoßwellentherapie hat sich dabei als besonders wirksam bei der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen, wie zum Beispiel Kalkschultern oder Fersensporn, erwiesen. Diese Methode nutzt Druckwellen, um den Heilungsprozess im Gewebe zu beschleunigen und Schmerzen zu reduzieren. Die Akupunktur, eine traditionelle chinesische Medizinpraxis, setzen wir häufig im Schmerzmanagement und bei der Heilungsförderung ein.

Sollte sich nach einer gründlichen konservativen Behandlung zeigen, dass eine Operation notwendig ist, sind wir nicht an ein einziges spezifisches Zentrum gebunden. Für Wirbelsäulenbehandlungen verweisen wir unsere Patienten an PD. Dr. Dr. med. Marcus Rickert, während wir für Schulterdiagnosen eine Zusammenarbeit mit einer Klinik in Heidelberg pflegen.

Okay, Sie ziehen also die konservativen Behandlungsmethoden vor. Aber wann setzen Sie auf eine operative Intervention?

Nun, eine Operation ist für uns immer die letzte Option. Wir greifen zu einem chirurgischen Eingriff erst dann, wenn das gesamte Spektrum der konservativen Orthopädie vollends ausgeschöpft ist. Dazu gehören Infusionstherapien,  3D-Wirbelsäulenvermessungen, Stoßwellentherapie und Akupunktur, Hyaluronsäure Behandlungen und Arthrose-Therapien, Osteoporose Therapien und Orthopädische Schmerztherapie. Außerdem arbeiten wir eng mit Experten aus der Physiotherapie und Ergotherapie zusammen und inkludieren spezifische Ernährungspläne. Erst, wenn diese Methoden nicht greifen und Sie als Patient weiterhin unter erheblichen Schmerzen leiden, denken wir über eine Operation nach. In der Praxis kommt dies eher selten vor. Tatsächlich ist es vielleicht einer von 100 Patienten, bei dem wir uns für eine Operation entscheiden.

In diesem spezifischen Fall bieten Ihnen als Patienten ein umfassendes Beratungsgespräch an. Wir diskutieren ausführlich, welche operative Methode für Ihren Fall die beste ist und an welchem Ort sie am sinnvollsten durchgeführt werden sollte. Es ist uns wichtig, dass Sie alle verfügbaren Behandlungsoptionen verstehen, einschließlich möglicher Risiken, Erfolgsaussichten und der zu erwartenden Erholungsphase. Erst dann können Sie eine informierte Entscheidung treffen, mit der Sie sich wohl fühlen.

Wie beurteilen Sie die Langzeitfolgen konservativer Behandlungsmethoden im Vergleich zu chirurgischen Eingriffen, insbesondere in Ihrem Fachgebiet der Orthopädie?

Vor allem in der konservativen Wirbelsäulenorthopädie liegt unser Hauptaugenmerk darauf, Sie als Patienten ohne invasive Eingriffe oder Operationen schmerzfrei zu bekommen. Bei einer Wirbelsäulen-Operation werden oftmals weitere Wirbel und angrenzende Bereiche beeinträchtigt. Vielleicht wird es durch ein Beispiel klarer. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen operativen Eingriff am Wirbelsegment L4/L5, also an 2 Ihrer Lendenwirbel. Die Operation verläuft optimal und Sie fühlen sich vielleicht für die folgenden Jahre gut. Doch dann passiert es oft, dass das gleiche Problem bei angrenzenden Wirbelsegmenten, also weiter unten oder oben an Ihrer Wirbelsäule, auftritt. Sie haben also das nächste Bandscheibenproblem oder Verschleißerscheinungen beziehungsweise Versteifungen. Eine Operation kann glücken und zum langfristigen Erfolg führen, muss aber nicht zwingend die definitive Lösung sein. Wir beobachten oft bei OP-Patienten, dass sich das Problem nur zeitlich und räumlich verschiebt. Langfristig kann dies dazu führen, dass sogar mehrere Bereiche Ihrer Wirbelsäule über die Jahre betroffen sein werden.

Im Bereich der Hüftorthopädie verhält es sich etwas anders. Hier ist der Behandlungsweg aus unserer Sicht klarer. Zwar lässt sich eine Hüftarthrose im Anfangsstadium auch gut mit sämtlichen konservativen Methoden behandeln. Sollte die Arthrose jedoch weit fortgeschritten sein, ist eine OP gut möglich und hat nicht den bei der Wirbelsäule beschriebenen Nachteil der Problemverschiebung. Oft fahren Menschen mit einer künstlichen Hüftprothese schon bald wieder schmerzfrei Ski.  Lediglich der Zeitpunkt für eine Hüftprothese sollte gut gewählt sein, da sie nach 20 Jahren ersetzt werden muss. Älteren Menschen sollte diese OP aus meiner Sicht nicht mehr zugemutet werden.

Was ich sagen will: Die Wahl der Behandlungsmethode hängt stark von Ihrer spezifischen Krankheit und dem Stadium der Erkrankung ab. In zahlreichen Fällen bieten konservative Methoden jedoch Vorteile in Bezug auf Ihre langfristige Gesundheit und Mobilität, insbesondere bei Erkrankungen der Wirbelsäule.

Wie sehen Nachsorge und Rehabilitation nach konservativen Behandlungen im Vergleich zu operativen Eingriffen aus?

Nachsorge und Rehabilitation sehe ich als integrale Bestandteile der konservativen Therapie, nicht als separate Phasen. Das komplexe Zusammenspiel aus Orthopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und Ernährungsberatung habe ich vorhin beschrieben. Ich lege also ich einen Therapieplan fest und begleite Sie als Patienten auch weiterhin eng, z.B. in der Physiotherapie-Phase. Auch während der Betreuung durch die exzellenten Physiotherapeuten im Physiotherapie-Zentrum Bomi begleite ich weiterhin Ihren Genesungsprozess. So tausche ich mich während der gesamten Behandlungsdauer, die bis zu 12 Sitzungen umfassen kann, regelmäßig mit den Kollegen über Ihre Fortschritte aus.

Dieses Vorgehen unterscheidet sich grundlegend von der Nachsorge und Rehabilitation nach operativen Eingriffen. Hier stehen Sie nach der Operation vor einem langen und oft mühsamen Weg. Die Erholungszeit kann bis zu 1 Jahr dauern, bis Sie alltägliche Aktivitäten wieder problemlos bewältigen können.

Welche Rolle spielen Patientenpräferenzen und -erwartungen in Ihrer Entscheidungsfindung zwischen konservativen und operativen Therapieoptionen?

Natürlich kommen viele Patienten mit bestimmten Vorstellungen und Erwartungen in unsere Praxis, wie beispielsweise, dass eine OP das Heilmittel sei und sie sich danach wieder wie neu geboren fühlen. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Sie als Patient unmittelbar nach einer Operation sofort schmerzfrei und vollends rehabilitiert sind. Tatsächlich haben viele Patienten auch nach einer Operation noch Schmerzen.

Dem Spezialisten-Team, mit denen ich zusammenarbeite, und mir ist es jedoch wichtig, dass wir Ihnen als Patienten einen neutralen und individuell abgestimmten Behandlungsweg aufzeigen. Wir erläutern Ihnen sowohl konservative als auch operative Behandlungsmethoden transparent und verständlich, so dass Sie letztendlich eine informierte Entscheidung treffen können.

Wenn wir als Ärzte zu der Einschätzung kommen, dass eine Operation der einzige oder beste Weg für Ihre Behandlung ist, dann werden wir Ihnen das klar kommunizieren. Es ist jedoch ebenso wichtig, ausführlich mit Ihnen über Ihre persönlichen Bedürfnisse, Erwartungen und möglichen Bedenken zu sprechen.

In unserer Privatpraxis in Frankfurt können wir die Vorteile bei allen konservativen Behandlungsmethoden für Sie als Privatpatienten glücklicherweise vollends ausschöpfen. In einem anderen Interview habe ich die Unterschiede zwischen den Abrechnungsmodellen von gesetzlichen und privaten Krankenkassen ausführlich erklärt. Falls Sie das Thema näher interessiert, schauen Sie gern hier.  

Wie sehen Sie die Zukunft der konservativen Therapie im Vergleich zu operativen Eingriffen in Ihrem Fachbereich?

Die Zukunft der konservativen Therapie in der Orthopädie und Unfallchirurgie sehe ich mit stark gemischten Gefühlen. Einerseits gibt es durch die fortschreitenden technologischen Entwicklungen in der Medizin immer mehr Möglichkeiten, nicht-invasive Behandlungen effektiver und zielgerichteter durchzuführen. Das Potenzial, Patienten mit konservativen Methoden effizient und nachhaltig zu behandeln, ist also größer denn je.

Andererseits stehen wir vor wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. Die konservative Orthopädie ist vor allem für Ärzte, die über gesetzliche Krankenkassen abrechnen, finanziell weniger lukrativ im Vergleich zu operativen Eingriffen. Insofern ist es für gesetzliche Krankenkassen zunehmend weniger interessant, konservative Behandlungen anbieten. Die Tendenz geht also immer mehr zur operativen Behandlungsmethode. Dies ist aus meiner Sicht keine optimale Entwicklung für die Patientenversorgung.

Die Universitätsklinik Frankfurt hatte früher zum Beispiel eine eigene Abteilung für konservative Orthopädie inne. Diese existiert heute nicht mehr, weil sie sich finanziell nicht mehr trägt. Solche Entwicklungen zeigen, dass die Zukunft der konservativen Therapie nicht nur von medizinischen, sondern auch von wirtschaftlichen Faktoren abhängt. Meiner Meinung nach ist es aber wichtig, ein Bewusstsein im Gesundheitssystem als auch in der Ärzteschaft zu schaffen, dass konservative Behandlungsmethoden nicht nur finanziell, sondern vor allem aus Sicht der Patientenversorgung und -gesundheit einen hohen Wert haben.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Herr Dr. Ebner.

Sehr gern.

Über den Autor: Dr. Marc Ebner

Dr. med. Marc Ebner, versierter Orthopäde und Unfallchirurg, betreibt mit seiner Frau Dr. med. Talea Ebner seit 2021 eine Privatpraxis in Frankfurt. Seine Ausbildung erhielt er an der Universitätsklinik Frankfurt und der Hochtaunus Klinik in Bad Homburg.

Dr. Ebner ist spezialisiert auf innovative Behandlungsmethoden in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Ein Schwerpunkt seiner Praxis liegt auf moderner bildgebender Diagnostik, insbesondere auf dem Einsatz von MRTs, um seinen Patienten eine präzise und umfassende medizinische Betreuung zu bieten – weit über die Grenzen der traditionellen Kassenmedizin hinaus.

Dr. Marc Ebner

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Experteninterview zum Thema „MRT vs. Röntgen“

Experteninterview mit Herrn Dr. med. Marc Ebner zum Thema „MRT vs. Röntgen“

Ich spreche mit Herrn Dr. med. Marc Ebner, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, in seiner Privatpraxis in Frankfurt, über die Unterschiede von MRT und Röntgen in der modernen Medizin. Dr. Ebner, bekannt für seine Expertise und sein Engagement für innovative Behandlungsmethoden, teilt hier seine Einsichten und Erfahrungen zu diesen beiden diagnostischen Verfahren.

Alexander Baum (Patient)

 

Herr Dr. Ebner, können Sie mir erklären, in welchen Fällen Sie ein MRT anstelle eines Röntgens empfehlen würden?

Gern. Im Gegensatz zum Röntgen oder auch CT (Computertomographie), das hauptsächlich Knochenstrukturen abbildet, ermöglicht das MRT (Magnetresonanztherapie) eine umfassendere Darstellung sowohl von Knochen, aber auch Muskeln, Sehnen, Weichteilen und Nerven. Für komplexe Krankheitsbilder wie Bandscheibenvorfälle, Stenosen oder Weichteiltumore, ist ein MRT in meinen Augen sehr viel aussagekräftiger.

Können Sie beide Verfahren kurz beschreiben?

Ja. Bei der Computertomographie (CT) werden Sie auf eine bewegliche Liege gelegt und in einen ringförmigen Scanner geschoben. Während der Untersuchung dreht sich der Scanner um Sie herum und nutzt Röntgenstrahlen, um Ihren Körper in Schichten zu erfassen. Das Ergebnis ist ein dreidimensionales Bild, das präzise Ansichten aller Körperbereiche, vor allem von Knochen, aber auch Herz und Gefäßen, ermöglicht.

Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch bekannt als Kernspintomographie, verwendet Magnetfelder und Radiowellen zur Bildgebung. Dabei werden Sie auf eine Liege positioniert und in das MRT-Gerät eingefahren. Während der Untersuchung erzeugt das Gerät Magnetfelder, die klopfende Geräusche verursachen und die Ausrichtung der Wasserstoffatome im Körper beeinflussen. Radiowellen-Impulse verändern diese Ausrichtung, und die Rückkehr in den ursprünglichen Zustand wird zur Erstellung detaillierter Bilder von Organen und Gewebe verwendet.

Was sind die Hauptunterschiede zwischen MRT und Röntgen, und wie beeinflussen diese Unterschiede meine Behandlung?

Die Hauptunterschiede zwischen MRT und Röntgen basieren auf ihren Bildgebungstechnologien und Anwendungsgebieten. Ein MRT, das Magnetfelder und Radiowellen nutzt, ist besonders geeignet für die Darstellung nicht-knöcherner Strukturen wie Weichteilen, Organen und Gelenken. Es ist strahlungsfrei und somit nicht schädlich. Damit kann man bereits geringfügige Veränderungen im Körper, wie Entzündungsherde oder Tumore, frühzeitig entdecken. Ein MRT dauert ungefähr 15-25min.

Röntgen hingegen, basierend auf Röntgenstrahlen, dauert meist nicht mehr als 10min. Es eignet sich für die Untersuchung von Knochen und ist fester Bestandteil in der Notfalldiagnostik. Die Wahl zwischen beiden Methoden hängt vom individuellen Krankheitsbild und der zu untersuchenden Körperregion ab.

Zwar ist das MRT die teurere Diagnostik-Methode, doch damit lässt sich weitaus mehr im Körper erkennen als beim Röntgen. Die Kosten deckt Ihre private Krankenkasse.

Es gibt also verschiedene Anwendungsgebiete?

Ja, tatsächlich haben die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) unterschiedliche Anwendungsbereiche. Ein CT wird breit eingesetzt, etwa zur schnellen Untersuchung der Lunge, des Bauchraums und des Kopfes und insbesondere nach Unfällen zur Diagnose von Frakturen. Das MRT hingegen wird hauptsächlich in der Neurologie, zur Untersuchung des Bauchraums und bei der Brustkrebsdiagnostik (MR-Mammographie) verwendet. Bei mir in der Orthopädie ist es unverzichtbar für die Gelenkdiagnostik, bei Muskelläsionen und bei der Darstellung von Knochen, Weichteilen und dem Rückenmark.

Gibt es bestimmte Risiken bei der Verwendung von Röntgenstrahlen, die beim MRT nicht vorhanden sind?

Röntgenstrahlen, als eine Form ionisierender Strahlung, können bei zu häufiger Anwendung gesundheitliche Risiken bergen, insbesondere in Bezug auf mögliche Krebserkrankungen. Beim MRT hingegen nutzt man nicht-ionisierende Strahlung, die als sicherer gilt, besonders für wiederholte Untersuchungen. Magnetische Felder und Radiowellen des MRTs haben keine bekannten langfristigen negativen Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Deshalb gilt diese Methode bei zahlreichen Ärzten als bevorzugte Option für detaillierte Bildgebungen.

Wie genau und detailliert sind denn die Bilder aus dem MRT im Vergleich zu denen aus dem Röntgen?

Röntgenbilder bieten eine zweidimensionale Ansicht von oben und von der Seite, die für eine „schnelle“ Betrachtung sehr hilfreich ist.

MRT-Bilder ermöglichen jedoch eine detailliertere Betrachtung des Körpers auf dreidimensionalen Ebenen. Das ist besonders bei der Diagnose von komplexen Erkrankungen hilfreich. Ich erkläre Ihnen gern diese 3 Abbildungsebenen:

Die Axial-Ebene schneidet den Körper horizontal und teilt ihn in obere und untere Teile. Sie ist hilfreich für die Betrachtung von Strukturen wie dem Gehirn oder den Wirbelsäulenscheiben. Die sagittale Ebene schneidet den Körper vertikal von vorne nach hinten, teilt ihn also in linke und rechte Hälften. Auch diese Ebene wird für die Betrachtung der Wirbelsäule oder des Gehirns verwendet. Die koronare Ebene schneidet den Körper zwar ebenfalls vertikal, aber von einer Seite zur anderen, teilt also in vordere und hintere Teile. Diese Ebene ist nützlich für die Untersuchung der Lungen, des Herzens und anderer Organe im Brust- und Bauchraum.

Neben den Organen betrachtet man mit dem MRT selbstverständlich auch Knochen und beispielsweise Bandscheiben sehr genau. Weiterhin ist es möglich, Fett- oder Wasserschichten entweder hervorzuheben oder auch zu unterdrücken. Eingelagerte Wasser- oder Fettschichten werden so beispielsweise „leuchtend“ dargestellt – eine Ansicht, die eine Röntgenansicht nicht leisten kann. Auch Innenansichten sind viel besser mit dem MRT erkennbar, z.B. ob ein Wirbelkörper im Inneren (an-)gebrochen ist.

Ist das MRT für Patienten bequemer als eine Röntgenuntersuchung?

Röntgenuntersuchungen sind schneller, aber MRTs sind dank moderner Technologien ebenfalls recht komfortabel. Von unserer Privatpraxis in Frankfurt überweisen wir Sie zu nexmed. Dort gibt es ein sogenanntes offenes MRT. Gerade für Menschen mit Platzangst oder Angst vor der „Röhre“ ist das weitaus komfortabler als früher. Und Sie erhalten beim MRT recht zügig ein qualitativ hochwertiges Bild.

Wie entscheiden Sie, ob sich eher ein MRT oder ein Röntgenbild für meine Diagnose eignet?

Meine Entscheidung basiert auf Ihrem Krankheitsbild. Da ich Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie bin, bevorzuge ich meist das MRT, weil es einfach eine umfassendere und genauere Diagnostik Ihrer Knochen und Muskeln ermöglicht. Außerdem kann ich dabei – im Gegensatz zum Röntgenbild – nichts übersehen. Und ich erspare Ihnen ein 2. Bild, das möglicherweise beim Röntgen notwendig sein würde.

Sind MRT-Untersuchungen teurer als Röntgenaufnahmen, und wie wirkt sich das auf meine Behandlung aus?

Ja, MRT-Untersuchungen sind teurer als Röntgenaufnahmen. Als Privatpatient müssen Sie sich darüber aber keine Sorgen machen, denn Ihre private Krankenversicherung übernimmt die Kosten dafür.

Gibt es Situationen, in denen Sie weder ein MRT noch ein Röntgen empfehlen würden?

Ja, in einigen Fällen, insbesondere wenn wir lediglich eine erste Einschätzung brauchen, kann eine Sonographie ausreichend sein. Wir nutzen sie häufig als ersten Schritt in der Diagnostik, um ein sehr schnelles Ergebnis direkt in unserer Privatpraxis in Frankfurt zu erhalten. Meist geht damit die Überlegung für den nächsten Schritt einher. Für eine differenzierte Diagnostik überweisen wir Sie aber zum MRT.

Nutzen Sie in Ihrer Praxis neueste Technologien bei MRT und Röntgen?

Ja, wir legen großen Wert darauf, Ihnen die neuesten und fortschrittlichsten Technologien in der bildgebenden Diagnostik anzubieten. Deshalb überweisen wir Sie zügig an die hochmoderne Radiologie in Frankfurt nexmed. Auch der Weg dahin ist nicht weit. Nur 2 U-Bahn-Stationen von unserer Privatpraxis in Frankfurt entfernt, erreichen Sie nexmed sehr schnell. Mit dem Auto sind Sie in einer knappen Viertelstunde dort.

Was sind – zusammengefasst – die Vor- und Nachteile beider Verfahren für mich als Patienten?

Um es kurz auszudrücken: Röntgen ist schnell und effektiv für Knochen und Notfälle, birgt aber ein Strahlenrisiko. MRTs bietet detailliertere Bilder ohne Strahlung, sind aber teurer und dauern ein bisschen länger.

Die Kosten sind aber als Privatpatient irrelevant für mich, weil die private Krankenkasse zu 100% übernimmt. Und das MRT dauert auch nur eine Viertelstunde länger als ein Röntgenbild. Richtig?

Genau. Insofern haben Sie keine Nachteile.

Sehen Sie zukünftige Entwicklungen in der bildgebenden Diagnostik, die für Patienten wie mich wichtig sein könnten?

Es ist erkennbar, dass die Entwicklung eines hochauflösenden MRT-Bildes viel weniger Zeit in Anspruch nimmt als früher. In den folgenden Jahren werden Sie immer weniger lange auf der Liege verweilen müssen. Zudem werden die Bilder immer genauer. Außerdem wird es MRTs bald flächendeckender geben. Das ist wichtig, denn gerade im gesetzlichen Krankenkassen-Bereich kann es bis zu 6 Wochen dauern, bis Sie einen Termin bekommen. Als Privatpatient in unserer Privatpraxis in Frankfurt haben Sie dieses Problem nicht. Wir geben Ihnen sehr schnell einen Termin bei nedmex.

Und wie fließen die Ergebnisse aus MRT- und Röntgenuntersuchungen anschließend in meinen Behandlungsplan ein?

Nun, sobald Ihr MRT bei nedmex durchgeführt wurde, erhalten wir in enger Absprache mit dem zuständigen Radiologen eine Beschreibung und Beurteilung Ihres Krankheitsbildes. Diese Ergebnisse fließen in Ihren persönlichen Therapieplan ein, den wir individuell für Sie in unserer Privatpraxis in Frankfurt erstellen. Wir legen großen Wert auf eine gesamtheitliche Betrachtung und wählen Ihre Therapie oder auch Ihren Therapie-Mix auf Grundlage Ihres individuellen Krankheitsbildes und Ihrer persönlichen Krankheitsvorgeschichte aus. Selbstverständlich sprechen wir Ablauf und Zeitraum Ihres Therapieplans in Ruhe mit Ihnen durch.  

Okay. Eine letzte Frage habe ich noch. Unterscheidet sich denn der Einsatz von MRT und Röntgen in Ihrer Praxis von denen in einer regulären Kassenpraxis?

In unserer Privatpraxis in Frankfurt können wir dank schneller Terminvergabe flexibler auf Ihre Bedürfnisse eingehen, Ihre Diagnose stellen und zügig einen Therapieplan erarbeiten – ganz im Gegensatz zu regulären Kassenpraxen, wo längere Wartezeiten, vor allem für MRTs, üblich sind.

Vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Dr. Ebner.

Gern.

Über den Autor: Dr. Marc Ebner

Dr. med. Marc Ebner, versierter Orthopäde und Unfallchirurg, betreibt mit seiner Frau Dr. med. Talea Ebner seit 2021 eine Privatpraxis in Frankfurt. Seine Ausbildung erhielt er an der Universitätsklinik Frankfurt und der Hochtaunus Klinik in Bad Homburg.

Dr. Ebner ist spezialisiert auf innovative Behandlungsmethoden in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Ein Schwerpunkt seiner Praxis liegt auf moderner bildgebender Diagnostik, insbesondere auf dem Einsatz von MRTs, um seinen Patienten eine präzise und umfassende medizinische Betreuung zu bieten – weit über die Grenzen der traditionellen Kassenmedizin hinaus.

Dr. Marc Ebner

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Experteninterview mit Dr. med. Marc Ebner zu den Vorteilen einer privaten Behandlung im Vergleich zur Kassenmedizin

Experteninterview mit Dr. med. Marc Ebner zu den Vorteilen einer privaten Behandlung im Vergleich zur Kassenmedizin

Ich spreche mit Dr. med. Marc Ebner, Frankfurter Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, über die Vorteile der privaten medizinischen Behandlung im Vergleich zur Kassenmedizin. Dr. Ebner, der seine umfassende Ausbildung und berufliche Erfahrungen in renommierten Einrichtungen wie der Universitätsklinik Frankfurt und der Hochtaunus Klinik in Bad Homburg gesammelt hat, führt mit seiner Frau Dr. med. Talea Remy-Ebner seit 2021 erfolgreich eine Privatpraxis in Frankfurt.

In diesem Interview gibt er uns Einblicke in seine Entscheidung, sich von der Kassenmedizin abzuwenden und eine Privatpraxis mit seiner Partnerin zu eröffnen. Darin beleuchtet er die Vorteile, die diese Entscheidung für seine Patienten mit sich bringt.

Weber, Julia (Patientin)

Herr Dr. Ebner, Sie haben in Ihrer Karriere sowohl in der Kassenmedizin als auch in der privaten Praxis gearbeitet. Können Sie uns erläutern, was Sie dazu bewogen hat, sich vollständig auf die private Praxis zu konzentrieren?

Meine Entscheidung, von der Kassenmedizin zur privaten Praxis zu wechseln, basierte auf mehreren Faktoren. Während meiner Zeit in Kassenpraxen und Kliniken habe ich festgestellt, dass die Zeit, die ich meinen Patienten widmen konnte, sehr begrenzt war. Dies war sowohl für mich als Arzt als auch für meine Patienten unbefriedigend.

In unserer Privatpraxis habe ich nun die Möglichkeit, mir mehr Zeit für jeden einzelnen Patienten zu nehmen und mich ausführlicher mit ihrer individuellen Krankheitsgeschichte zu beschäftigen. Ein weiterer entscheidender Punkt war, dass in der Kassenmedizin der Umfang der medizinischen Versorgung oft durch externe Vorgaben bestimmt wird. Sie können sich vorstellen, dass damit meine diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten extrem eingeschränkt waren. In unserer Frankfurter Privatpraxis kann ich hingegen flexibler auf die spezifischen Bedürfnisse meiner Patienten eingehen und ihnen eine umfassendere medizinische Versorgung bieten. Gerade in meinem Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie finde ich das sehr wichtig.

Was genau sind denn die Herausforderungen in der gesetzlichen Kassenmedizin?

Eines der Hauptprobleme war die zeitliche Begrenzung, die durch das System vorgegeben wird. In Kassenpraxen musste ich oftmals viele Patienten in einem sehr engen Zeitfenster betreuen. Dies beeinträchtigte die Qualität der medizinischen Versorgung, da es schwierig war, auf individuelle Bedürfnisse und Fragen der Patienten ausführlich einzugehen.

Oft wurden zudem bestimmte Untersuchungen oder Therapieformen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Mir waren also die Hände gebunden, jedem Patienten die für ihn bestmögliche Behandlungsmethode zu etablieren. Beispielsweise wurde in vielen Fällen ein MRT, das für eine umfassende Diagnose notwendig sein kann, nicht von der Kasse übernommen. Dies kann durchaus frustrierend für den Patienten werden. Und auch für mich, weil ich weiß, dass es bessere diagnostische Optionen gibt, die aber aufgrund der Systemvorgaben nicht immer zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus führt der Druck, eine hohe Anzahl von Patienten in kurzer Zeit zu behandeln, oft zu einer Arbeitsüberlastung der Ärzte. Das empfinde ich als äußerst ungut gegenüber den Patienten. In unserer Privatpraxis hingegen habe ich die Freiheit, jedem, der zu mir kommt, genau die Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen, die er benötigt. Außerdem kann ich ihm fortschrittlichere Behandlungsmethoden mit neuester Medizintechnik anbieten, die im Rahmen der gesetzlichen Kassenmedizin nicht immer möglich sind.

Nun sind Sie Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Was gehört zu Ihrer modernen Medizintechnik in Ihrer Privatpraxis in Frankfurt?

In unserer Privatpraxis legen wir großen Wert darauf, unseren Patienten eine Spitzenversorgung mit modernster Medizintechnik anzubieten. Ein Beispiel für meinen Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie ist unser Stoßwellengerät der Firma Storz, das zu den neuesten auf dem Markt gehört. Dieses Gerät ermöglicht es mir, eine Vielzahl von muskuloskelettalen Beschwerden effektiv zu behandeln, ohne gleich zu invasiven Methoden greifen zu müssen.

Zudem setzen wir fortschrittliche EMG-Geräte (Elektromyografie) ein, die es uns ermöglichen, die elektrische Aktivität in den Muskeln zu messen. Es kommt bei der Diagnose und Behandlung von Nerven- und Muskelbeschwerden zum Einsatz. Außerdem führen wir hochprofessionelle 3D Wirbelsäulenvermessungen durch. Mit dieser Technologie führe ich genaue Analysen der Wirbelsäule durch, um individuelle Behandlungspläne zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse meiner Patienten zugeschnitten sind.

Im Gegensatz zu vielen Kassenpraxen, in denen oft sofort eine operative Behandlung in Betracht gezogen wird, ermöglicht mir meine moderne Ausrüstung, meinen Privatpatienten eine umfassende Diagnose zu stellen und eine konservative Therapie des gesamten muskuloskelettalen Systems anzubieten. Ich behandle zahlreiche Patienten so, dass der OP-Tisch nicht zwingend erforderlich wird.

Im Gegensatz zur Standardausrüstung in vielen Kassenpraxen haben wir in unserer Privatpraxis die Möglichkeit, genauere Diagnosen zu stellen und weniger invasive, aber vor allem sehr individuelle Behandlungsmethoden anzubieten. Für unsere Patienten bedeutet das weniger Belastung und im Idealfall eine schnellere Genesung.

Ein häufiges Problem in der medizinischen Versorgung sind lange Wartezeiten für Termine. Wie handhaben Sie dieses Thema in Ihrer Privatpraxis, um Ihren Patienten eine zeitnahe Behandlung zu ermöglichen?

In unserer Privatpraxis in Frankfurt ist es uns ein wichtiges Anliegen, unseren Patienten möglichst keine langen Wartezeiten zuzumuten. Besonders in orthopädischen Praxen brauchen die Menschen schnelle Termine und können nicht Wochen auf einen Termin warten. Deshalb haben wir unsere Praxis so organisiert, dass wir eine hohe Flexibilität bei der Terminvergabe bieten können.

Dank moderner Kommunikationswege wie WhatsApp, Doctorlib, Jameda, unserer Website und natürlich auch dem traditionellen Telefon sind wir auf allen Kanälen erreichbar. So können wir schnell auf Anfragen reagieren und Termine sofort oder zumindest zeitnah zu vergeben. In vielen Fällen ist es möglich, unsere Patienten noch am selben Tag oder zumindest innerhalb sehr kurzer Zeit zu sehen. Kassenpraxen haben da ganz andere Wartezeiten. Hier warten Patienten oft Wochen oder sogar Monate auf einen Termin.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit Fachspezialisten in Ihrer Privatpraxis und anderen medizinischen Einrichtungen aus?

In unserer Frankfurter Privatpraxis legen wir großen Wert auf eine nahtlose integrierte Patientenversorgung. Beispielsweise arbeiten wir eng mit dem Bomi Physiozentrum zusammen, wo unsere Patienten direkt nach der Diagnose Termine für Ihre physiotherapeutischen Stunden erhalten. Außerdem pflegen wir einen engen Kontakt zu nexmed, die uns bei der schnellen und präzisen Durchführung von MRT-Untersuchungen unterstützen.

Durch unsere Vernetzung mit anderen Privatpraxen nehmen wir bei Bedarf schnell Überweisungen und Weiterleitungen zu anderen Spezialisten vor. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn unsere Patienten spezifische, außerhalb unseres Fachbereichs liegende Behandlungen benötigen. Die schnelle Kommunikation und Koordination mit diesen Fachspezialisten optimiert den Behandlungsprozess erheblich, reduziert Wartezeiten und ermöglicht eine kontinuierliche, hochqualitative Betreuung.

Kommen wir zur Finanzierung. Was ist aus Ihrer Sicht der Vorteil eines Patienten, wenn er sich in einer Privatpraxis behandeln lässt?

Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Gesetzlichen-Krankenkassen-Ärzten sind nicht nur zeitlich, sondern auch budgetär die Hände gebunden. Pro Patient hat ein Kassenarzt lediglich ein begrenztes Budget, das er nicht übersteigen darf. Das Schlimme dabei ist: Es ist erst einmal egal, mit welcher Schwere der Krankheit der Patient zu kämpfen hat. Die Behandlung muss in jedem Fall schnell und günstig erfolgen – egal, ob – salopp gesagt – Schnupfen oder Bandscheibenvorfall. Deshalb leiten zahlreiche Ärzte ihre Patienten direkt zur OP weiter. Bei Operationen werden nämlich neue Budgets frei. Aus medizinischer Sicht ist das jedoch meiner Meinung nach in vielen Fällen gar nicht notwendig, sondern eher eine längere therapeutische Methode. In unserer Privatpraxis schöpfen wir zunächst den vollständigen Prozess der Diagnostik und Therapie aus.

In Ihrer Privatpraxis bieten Sie auch präventive Maßnahmen und alternative Heilverfahren wie Akupunktur an. Können Sie uns mehr über diese Angebote erzählen und erläutern, warum solche Verfahren in der Kassenmedizin oft zu kurz kommen?

Gern. In unserer Privatpraxis in Frankfurt setzen wir immer bei einem ganzheitliches Behandlungskonzept an, das über die Grenzen der Standardmedizin hinausgeht. Ein wichtiger Bestandteil dieses Konzepts ist die Akupunktur. Diese traditionelle chinesische Heilmethode trägt zu Schmerzlinderung, Entspannung und Stressabbau bei und verbessert die Schlafqualität sowie die Immunfunktionen im Körper. Sogar Nebenwirkungen bei Krebsbehandlungen lassen sich mit Akupunkturen lindern. Außerdem kann diese Behandlungsmethode bei der Verbesserung der Verdauung, bei Linderungen von Allergiebeschwerden und sogar bei der Verbesserung der Fruchtbarkeit helfen.

Besonders bei muskulären Verspannungen, Rücken- und Gelenkschmerzen, weswegen zahlreiche Patienten zu mir kommen, bietet sich eine Akupunktur an. Was viele nicht wissen, ist, dass sie durchaus auch gegen Schwindel, Migräne und Allergien wirken kann. Viele unserer Patienten schätzen diese Methode auch zur Stressreduktion und zur allgemeinen Entspannung. Oft bieten wir in Kombination mit Akupunktur andere Therapieformen wie die Stoßwellentherapie oder die Infusionstherapie an, um eine optimale Lösung bei einem orthopädischen Problem zu erzielen.

Leider kommen solche alternativen Heilverfahren in der Kassenmedizin oft zu kurz, vor allem aufgrund von Budgetbeschränkungen und starrer Richtlinien. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für Akupunktur und ähnliche Verfahren nicht, da sie nicht als Standardbehandlung gelten. In unserer Frankfurter Privatpraxis haben wir jedoch die Freiheit und die Ressourcen, diese wertvollen Behandlungsmöglichkeiten anzubieten, und können so individuell auf die Bedürfnisse unserer Patienten eingehen.

Kennen Sie noch jemand anderen in Frankfurt, der einen ähnlichen Weg wie Sie gegangen ist und gute Erfahrungen als Privatarzt macht?

Ja, einige. Schauen Sie gern einmal hier. Beispielsweise hat Dr. med. Sabine Eversheim sehr gute Erfahrungen als Ärztin für Allgemeinmedizin mit dem Übertritt in ihre Privatpraxis gemacht.

Herr Dr. Ebner, vielen Dank für Ihre Zeit und das interessante Interview.

Dr. Marc Ebner - Experte für Muskelrelaxans

Über den Autor: Dr. Marc Ebner

Dr. med. Marc Ebner leitet als erfahrener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie seit 2021 eine erfolgreiche Privatpraxis in Frankfurt mit seiner Frau Dr. med. Talea Ebner. Seine fundierte Ausbildung absolvierte er an der Universitätsklinik Frankfurt und der Hochtaunus Klinik in Bad Homburg. Dr. Ebner spezialisiert sich auf Orthopädie und Unfallchirurgie unter Einbezug innovativer Behandlungsmethoden, darunter Akupunktur und Stoßwellentherapie.
Bei ihm steht eine individuelle Patientenbetreuung im Zentrum seiner Arbeit. In seiner Frankfurter Privatpraxis kombiniert er modernste Medizintechnik mit einer patientenorientierten Versorgung, um den Beschränkungen der Kassenmedizin entgegenzuwirken und seinen Patienten eine optimierte, persönliche Behandlung zu bieten.

Dr. Marc Ebner

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